Du hast 1000 Sachen zu erledigen und arbeitest an mehreren Aufgaben gleichzeitig um schneller voran zu kommen? Du denkst du kannst easy mehrere Sachen gleichzeitig machen und bist richtig gut im Multitasking?

Leider muss ich dich enttäuschen. Wir sind einfach nicht fürs Multitasking gemacht.

The shorter way to do many things is to only do one thing at a time.

Samuel Smiles

Was ist eigentlich Multitasking?

Bevor wir uns darüber Gedanken machen können, ob wir gut oder schlecht im Multitasken sind, sollten wir uns einmal die Frage stellen, was Multitasking überhaupt ist.

Vom Multitasking spricht man, wenn man mindestens zwei bewusst Aufgaben erledigt die unterschiedliche Ziele haben.

An dieser Definition sind zwei Dinge besonders wichtig:

  1. die Aufgaben müssen bewusst erledigt werden und
  2. sie müssen unterschiedliche Ziele haben.

Unbewusst ausgeführte Tätigkeiten werden logischerweise nicht als Multitasking gezählt, da sie vom Gehirn automatisch erledigt werden.

Auch Tasks die das gleiche Ziel haben, werden nicht als Mutlitasking gezählt. Wenn man zum Beispiel mit dem Auto fährt erledigt man ja gezwungenermaßen viele Aufgaben gleichzeitig um sicher ans Ziel zu kommen (Gas geben und Lenken zum Beispiel).

Erst wenn die Aufgaben unterschiedliche Ziele haben, spricht man von Multitasking.

Warum sind wir schlecht im Multitasking?

Das Gerücht, wir Menschen wären gut im Multitasking, hält sich leider äußerst hartnäckig. Es gibt keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, Frauen sind genauso wenig fürs Multitasking gemacht wie Männer – auch wenn sie oft das Gegenteil behaupten ;).

Der Grund dafür ist einfach erklärt. Unser Gehirn kann nur eine Sache gleichzeitig machen und darin ist es wirklich gut. Wenn wir an mehreren Tasks gleichzeitig arbeiten, arbeiten wir in Wirklichkeit nicht an mehreren Aufgaben gleichzeitig sondern wechseln ständig zwischen den Aufgaben.

Das nennt man Task Switching und das ist wirklich anstrengend fürs Gehirn.

Während wir multitasken merken wir nicht, dass wir ständig die Tasks wechseln, weil das zu schnell geht. Außerdem hängt es von den jeweiligen Aufgaben ab. Sind wir gut bzw. geübt in einer Aufgabe können wir schneller zu ihr wechseln, als wenn sie für uns noch sehr neu ist.

Was allerdings sicher ist, ist, dass unsere Leistung durch ständiges Task switchen abfällt. Das haben auch mehrere Studien bewiesen.

Was ist die Alternative zum Multitasken?

Du kannst dir sicher schon denken was jetzt kommt, richtig? Die Alternative zum Multitasking ist das Singletasking.

Aber wie setzt man Singletasking richtig um?

Im Prinzip steht und fällt alles mit deiner Tagesplanung. Nur wenn du genau weißt, was du heute alles erledigen musst, kannst du deinen Tag dementsprechend planen.

Nimm dir daher jeden Morgen ein paar Minuten Zeit um deinen Arbeitstag zu planen. Du kannst das natürlich auch gerne schon am Vorabend machen.

Du hast mehrere Möglichkeiten wie du deinen Tag planst. Entweder verwendest du Calendar Blocking um dir fixe Arbeitsblöcke einzuteilen oder du schreibst dir einfach deine To Do Liste für den Tag. Wenn du dir eine To Do Liste schreibst, kannst du diese einfach der Priorität nach abarbeiten oder du verwendest Kanban um eine bessere Übersicht über den Status jeder Aufgabe zu behalten.

Während des Tages kannst du dir fixe Arbeitsblöcke einteilen (z.B. nach der Pomodoro Technik) oder du arbeitest einfach drauf los. Wichtig ist nur, dass du dir immer nur eine Aufgabe nimmst und an dieser arbeitest.

Wie du siehst gibt es viele Möglichkeiten wie du Singletasking umsetzen kannst. Alle diese Methoden können dir dabei helfen. Sieh sie als Optionen am Buffet der Produktivitäts-Methoden an und wähle die, die für dich am Besten funktioniert.


Markus Vieghofer

Markus ist Produkt Manager, Familienmensch, Sportbegeisterter, Genießer und vor allem Experte für Produktivität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen effektives und effizientes Arbeiten und weiß wie man stressfrei richtig viel erledigt bekommt. Er setzt dabei auf lang erprobte Methoden und das richtigen Mindset. Außerdem interessiert er sich dafür warum Methoden funktionieren und welche Psychologie hinter den vorgestellten Methoden steckt.