Du arbeitest jeden Tag hart daran dein Bestes zu geben, schaffst aber oft gerade die Aufgaben nicht, die dir wichtig sind? Du verlierst dich oft in Aufgaben die dich nicht weiterbringen oder verschwendest Zeit auf Social Media obwohl du wichtige Aufgaben erledigen solltest? Dann habe ich einen Vorschlag für dich, versuche doch einmal eine Not-to-Do Liste zu formulieren.

Ja du hast richtig gelesen, eine Not-to-Do Liste.

Was kann dir eine Not-to-Do Liste überhaupt bringen?

Im Gegensatz zu deiner To Do Liste definierst du auf deiner Not-to-Do Liste alle Tätigkeiten die du explizit nicht tun willst. So weit, so einfach. Der wichtige Unterschied den so eine Liste allerdings machen kann ist, dass du durch das erstellen einer solchen Liste die Klarheit darüber bekommst, was du nicht tun willst. Und das ist ja bekanntlich genauso wichtig wie zu wissen, was du tun willst.

Deciding what not to do is as important as deciding what to do.

Steve Jobs

Zusätzlich gehst du mit dir selbst einen Vertrag ein diese Dinge auch wirklich nicht mehr zu tun. Immerhin stehen sie ja auf deiner Not-to-Do Liste.

Wie sieht so eine Liste aus?

Diese Liste kann so aussehen wie du willst. Wie auch eine To Do Liste, ist die Not-to-Do Liste höchst personalisiert. Damit du ein Gefühl dafür bekommst, welche Dinge auf einer solchen Not-to-Liste stehen können gebe ich dir ein Beispiel aus meiner Not-to-Do Liste:

  • E-Mails gleich in der Früh checken
  • Ständig auf Social Media sein
  • Fernsehen, YouTube binging
  • Immer erreichbar sein
  • Meckern, Nörgeln
  • Ausreden suchen statt Verantwortung zu übernehmen
  • Nichts umsetzen sondern nur träumen
  • Pausen auslassen
  • Falsch bzw. gar nicht Priorisieren
  • Sich vor schwierigen oder unangenehmen Aufgaben drücken
  • Fast Food essen
  • Unnötige Meetings machen

Wo du deine Liste aufschreibst ist dir überlassen. Ich würde dir aber dringend empfehlen, dir die Dinge wirklich aufzuschreiben. Dann musst du dich nämlich viel genauer damit beschäftigen und du wirst dir viel klarer darüber werden, welche Aufgaben du zukünftig nicht mehr erledigen willst.

Bei der Erstellung deiner Not-to-Do Liste kann es vorkommen, dass du dir bei einigen Tätigkeiten unsicher bist. Du willst sie eigentlich nicht mehr tun, weil sie dir mehr schaden als nützen aber trotzdem tust du sie gerne (zumindest manchmal).

Ein konkretes Beispiel dafür aus meiner Not-to-Do Liste ist YoutTube binging. Ich kann Stunden auf YouTube verbringen und damit so richtig schön meine Zeit verschwenden. Es gab schon oft Situationen wo ich bei den verrücktesten Videos gelandet bin ohne zu wissen wie ich eigentlich darauf gekommen bin (ganz ehrlich, manche Videos kann man gar nicht suchen so absurd sind sie 😝).

Ich habe mich dann irgendwann dazu entschieden, nicht mehr stundenlang auf YouTube zu sein sondern nur gezielt und zeitlich sehr beschränkt meine Zeit dort zu verbringen. Trotzdem habe ich hin und wieder das Bedürfnis einfach meinen Kopf auszuschalten und mir irgendwas reinzuziehen. Dann ist es für mich auch ok das zu tun; solange das nicht zu häufig vor kommt.

Du siehst also, deine Not-to-Do Liste ist ein Tool, dass dir helfen kann besser zu werden. Es schränkt dich aber nur so sehr ein, wie du das willst.

Wie erstellst du eine Not-to-Do Liste?

Zu aller Erst kannst du entscheiden welche Not-to-Do Liste du erstellen willst. Du kannst eine generelle Liste erstellen, die für dein gesamtes Leben passt oder du erstellst spezifische Not-to-Do Listen. Spezifische Not-to-Do Listen können für bestimmte Projekte (z.B. Kundenprojekt ABC), Aufgaben (z.B. Blog Post Erstellung), Themenbereiche (z.B. Recruiting), Zeiten bzw. Tage (z.B. Wochenende) oder jegliche andere Kategorisierung erstellt werden.

Wenn du das entschieden hast und dir eine Not-to-Do Liste erstellen willst, dann kannst du entweder mein Beispiel als Anfangspunkt nehmen oder von Null starten. Danach überlegst du dir, was du nicht mehr tun willst. Mögliche Fragen die du dir stellen kannst sind:

  • Was hält dich davon ab produktiv zu sein?
  • Welche Tätigkeiten willst du nie wieder tun?
  • Was hält dich davon ab erfolgreich zu sein?
  • Welchen Tätigkeiten gehst du nach, dir dir unnötig erscheinen?
  • Was sind deine Zeitfresser?
  • Welche Tätigkeiten machst du nur, weil sie von dir erwartet werden?
  • Was raubt dir Energie?

Du kannst diese Fragen natürlich durch deine eigenen ersetzen oder erweitern.

Plane dir jetzt einen Termin mit dir selbst, wo du diese Not-to-Do Liste erstellen wirst. Schreib alle Aufgabe die du nicht mehr tun willst auf und schau dir die Liste regelmäßig durch. Viel Erfolg!


Markus Vieghofer

Markus ist Produkt Manager, Familienmensch, Sportbegeisterter, Genießer und vor allem Experte für Produktivität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen effektives und effizientes Arbeiten und weiß wie man stressfrei richtig viel erledigt bekommt. Er setzt dabei auf lang erprobte Methoden und das richtigen Mindset. Außerdem interessiert er sich dafür warum Methoden funktionieren und welche Psychologie hinter den vorgestellten Methoden steckt.