Hast du schon einmal am Ende des Jahres zurückgeblickt und gesehen, dass du deine Ziele nicht so erreicht hast, wie du es geplant hattest? Heute will ich dir zeigen, wie dir Retrospektiven dabei helfen können produktiver zu werden und deine Ziele schneller zu erreichen!

Was ist eine Retrospektive?

Eine Retrospektive, oder auch Rückblick, ist wie der Name schon sagt ein Meeting mit deinem Team oder mit dir selbst, in dem du dir anschaust, was in der letzten Zeit gut und was schlecht gelaufen ist. Je nachdem in welchem Setting du deine Retrospektive machst, werden sich die Fragen, die du dir stellst, ändern.

Es empfiehlt sich aber generell einen Prozess zu überlegen, der dann für die zukünftigen Retrospektiven eingehalten wird. Das hat den einfachen Grund, dass du so über die Zeit ein Verbesserung (oder Verschlechterung) besser nachvollziehen kannst.

Wie oft soll ich Retrospektiven machen?

Eine Retrospektive kannst du so oft machen wie du willst. Um so öfter du sie machst, umso schneller kannst du auf einen eventuellen Trend der Verschlechterung reagieren. Natürlich wird sich der Umfang deiner Retrospektive sehr stark am Zeitraum orientieren, den du analysieren willst.

Wenn du deine tägliche Retrospektive deines Tages machst, wirst du dabei vermutlich nur ein paar Minuten benötigen. Auch die Fragen die du dir stellst werden ganz andere sein, als wenn du z.B. einen Jahresrückblick machst. 

Wenn du noch keine Erfahrung mit Retrospektiven hast, dann würde ich dir empfehlen jeden Abend 5-10 Minuten Zeit zu nehmen um deinen Tag noch einmal Revue passieren zu lassen und dich zu fragen welche Erfolge du verzeichnen konntest und was nicht so gut gelaufen ist.

Später kannst du noch Retrospektiven deiner letzten Woche, deines letzten Monats, deines letzten Quartals und deines letzten Jahres hinzufügen. Die Retrospektiven sollten dabei wenn möglich aufeinander aufbauen und nicht nur längere Versionen der immer gleichen Fragestellungen sein.

Auf jeden Fall sollte die Retrospektive ein fixer Bestandteil deines Produktivitätssystems sein.

Wie gestalte ich eine Retrospektive?

Wenn du für deine persönliche Arbeit Retrospektiven einführen willst, dann würde sich folgendes Format dafür anbieten.

Wenn du auf kurze Zeitspannen zurückschaust (Tag oder Woche) dann solltest du eher kurzfristige Dinge hinterfragen. Bei längeren Zeitspannen (Monat, Quartal, Jahr) solltest du dich nicht mit dem “Kleinkram” aufhalten sondern dir eher Gedanken über strategische Punkte machen.

Konkret bedeutet das folgendes: Wenn du auf deinen Tag zurück schaust kannst du dir Fragen stellen wie zum Beispiel:

  • Was ist heute gut gelaufen?
  • Was will ich morgen besser machen?
  • Habe ich meine Routinen eingehalten?
  • Habe ich ausreichend geschlafen?
  • Habe ich mich gut ernährt?

Das sind sind alles Dinge die ich morgen direkt verbessern kann.

Wenn du eine Wochenretrospektive machst, kannst du dir Fragen stellen wie:

  • Was ist diese Woche gut gelaufen?
  • Was habe ich diese Woche gelernt?
  • Habe ich meine Wochenziele erreicht?
  • Konnte ich Projekt X weiterbringen?
  • Was kann ich verbessern um bei Projekt Y schneller voranzukommen?

Wie du siehst sind auch das Fragen, deren Antworten du schnell umsetzen kannst. Wenn du auf einen Monat/Quartal/Jahr zurück schaust kannst du dir Fragen stellen wie:

  • Haben die Projekte an denen ich arbeite noch die richtige Prioritäten?
  • Welche Projekte muss ich pausieren/einstampfen, weil sie nicht mehr relevant sind oder mich nicht mehr weiter bringen?
  • Welchen Routine muss ich etablieren um mein Ziel X zu erreichen?
  • Wenn ich so weiter mache, wo stehe ich dann in 1/3/5/10 Jahren?
  • Bin ich auf dem richtigen Weg?

Bei größeren Zeitspannen, werden auch die Fragen größer. Ich würde empfehlen, dass du dir ab der Monats-Retrospektive vermehrt Gedanken über die weitere Planung machst und einen Schritt zurück steigst und das “Tagesgeschäft” für dieses Meeting ignorierst.

Wie helfen mir Retrospektiven produktiver zu werden?

Die einfache Antwort ist: Klarheit.

Wenn du dich regelmäßig damit beschäftigst, wo du gerade stehst, was gerade gut und schlecht läuft und wo du eigentlich hin willst, wirst du deinen Weg ins Ziel wesentlich schneller finden. Nur was gemessen wird, kann auch optimiert werden und Retrospektiven sind ein super Zeitpunkt um den persönlichen Fortschritt zu messen.

Du wirst sehen, welche Tätigkeiten dich davon abhalten, wirklich produktiv zu sein und dann kannst du diese durch bessere ersetzen.

Deine Next Steps

Nimm dir ab jetzt jeden Abend Zeit um für ein paar Minuten lang deinen Tag zu betrachten. Schreibe dir auf was gut und was schlecht gelaufen ist und überlege, was du mit dieser Information tun kannst.

Du wirst sehen, dass du bereits in kürze herausfinden wirst, was du konkret umsetzen kannst um besser zu werden.


Markus Vieghofer

Markus ist Produkt Manager, Familienmensch, Sportbegeisterter, Genießer und vor allem Experte für Produktivität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen effektives und effizientes Arbeiten und weiß wie man stressfrei richtig viel erledigt bekommt. Er setzt dabei auf lang erprobte Methoden und das richtigen Mindset. Außerdem interessiert er sich dafür warum Methoden funktionieren und welche Psychologie hinter den vorgestellten Methoden steckt.