Jeder hatte schon einmal ein Ziel, dass er oder sie nicht erreicht hat. Bestimmt ist es dir auch schon einmal so gegangen. Es gibt ganz viele Gründe warum ein Ziel nicht erreicht wird, manchmal liegt es aber schlicht und ergreifend an der Formulierung des Ziels. Heute will ich dir zeigen wie dir SMARTe Ziele helfen können, diese wesentlich leichter zu erreichen.

Was sind SMARTe Ziel?

Wie du sicher schon geahnt hast, geht es nicht darum möglichst smarte Ziele zu haben. Vor allem die schreibweise der SMARTen Ziele lässt schon vermuten, dass sich mehr dahinter verbirgt und tatsächlich ist SMART ein Akronym und steht für Folgendes:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

Ziele sollen also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Aber was bedeutet das genau?

Nehmen wir als Beispiel ein Ziel, dass vermutlich einer der häufigsten Neujahrsvorsätze ist: “Ich will abnehmen”.

Solltest du selbst ein anderes Ziel im Kopf (oder noch besser auf Papier) haben, kannst du es gedanklich auch gerne damit durchspielen.

Wenn wir aus diesem Ziel ein SMARTes Ziel machen wollen, müssen wir uns ein paar Fragen dazu stellen.

Ist dieses Ziel spezifisch?

Ganz klar, nein. Dieses Ziel ist überhaupt nicht spezifisch. Wenn du 5 verschiedenen Menschen dieses Ziel mitgibst, werden sie mit 5 verschiedenen Ergebnissen zurück kommen.

Es wird nicht definiert wie viel du abnehmen oder bis wann du das schaffen willst.

Als ersten Schritt müssen wir unser Ziel jetzt also umformulieren, damit es wirklich spezifisch ist. Um so spezifischer umso besser. Gehe dabei wirklich ins Detail.

“Ich will 5 kg abnehmen.” wäre schon spezifischer. “Ich will 5 kg abnehmen, indem ich 3x die Woche ins Fitness Studio gehe und meine Kalorien täglich tracke.” ist noch eine Stufe spezifischer.

Für dieses Beispiel werde ich mit der Version 1 fortfahren und stelle mir gleich die nächste Frage:

Ist dieses Ziel messbar?

Jetzt da es spezifisch ist, ist es auch messbar. Ich kenne mein Startgewicht und kann sehr genau messen ob ich mein Zielgewicht erreicht habe oder nicht. Die ursprüngliche Version war allerdings nicht messbar. Nur “abnehmen” kann man nicht messen.

Ist das Ziel attraktiv?

Willst du das Ziel wirklich erreichen und wie würdest du dich fühlen, wenn du dein Ziel gerade erreicht hast. Wenn das für dein Ziel erfüllt ist, kannst du auch diesen Punkt abhaken. Ansonsten musst du noch einmal nachjustieren und dein Ziel neu formulieren. Es kann aber natürlich auch sein, dass du hier bemerkst, dass du das Ziel gar nicht erreichen willst sondern es eigentlich nur von außen aufgeschwatzt bekommst.

Als nächstes solltest du dich fragen

Ist dieses Ziel realistisch?

Das kommt in dem Beispiel auf mein Startgewicht an. 5 kg abzunehmen ist aber für die meisten Menschen realistisch.

Hättest du dir jetzt statt 5 kg, 50 kg als Ziel gesetzt, würde das schon wieder anders aussehen.

Ist das Ziel terminiert?

Weißt du genau zu welchem Zeitpunkt du dein Ziel erreicht haben musst? Nein das ist noch nicht der Fall. Daher werden wir noch ein Enddatum zum Ziel hinzufügen damit es dann schlussendlich “Ich will 5 kg bis zum 31.12.2020 abnehmen” lautet.

Jetzt wissen wir genau, wie viel ich bis wann abnehmen will, damit ich mein Ziel erreicht habe und meine Erfolgschancen steigen dadurch enorm. 

Diesen Prozess für alle deine Ziele zu durchlaufen ist sehr wichtig, weil dir das beste System nicht dabei helfen kann Ziele zu erreichen, die du nicht ausreichend ausformuliert hast.

Bonus: Wie sollst du SMARTe Ziele formulieren?

Abschließend habe ich noch einen Bonus Tipp für dich. Formuliere deine Ziele immer absolut und vermeide den Konjunktiv. Dein Ziel sollte daher heißen: “Ich werde 5 kg bis zum 31.12.2020 abnehmen” oder “Ich habe am 31.12.2020 im Vergleich zu heute 5 kg abgenommen”. Somit nimmst du dir die Möglichkeit, gut aus der Sache raus zu kommen, wenn du dein Ziel nicht erreicht hast.

Deine nächsten Schritte

Setze dich noch heute hin und schreib dir deine Ziele auf. Verwandle deine Ziele in SMARTe Ziele indem du für jedes deiner Ziele den oben genannten Prozess durch läufst.

Mach diese Übung wieder auf Papier, da du so den größten Erfolg haben wirst. Ziele nur im Kopf zu haben funktioniert einfach nicht so gut.


Markus Vieghofer

Markus ist Produkt Manager, Familienmensch, Sportbegeisterter, Genießer und vor allem Experte für Produktivität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen effektives und effizientes Arbeiten und weiß wie man stressfrei richtig viel erledigt bekommt. Er setzt dabei auf lang erprobte Methoden und das richtigen Mindset. Außerdem interessiert er sich dafür warum Methoden funktionieren und welche Psychologie hinter den vorgestellten Methoden steckt.