Kennst du das, du arbeitest konzentriert an deiner Aufgabe und plötzlich kommt ein Kollege, Co-Worker oder eine Smartphone Notification daher und reißt dich aus deinem Fokus? Obwohl solche Unterbrechungen vielleicht harmlos wirken, können sie dir viel Zeit kosten.

Das Unterbrechungen lästig sein können liegt auf der Hand. Wie sehr sie sich allerdings auf deine Stimmung und deine Produktivität auswirken können wird sehr oft unterschätzt.

Eine Studie zeigt zum Beispiel, dass ein Arbeitsumfeld, in dem Störungen normal sind, schon nach nur 20 Minuten um einiges stressiger, anstrengender und frustrierender wirken. Außerdem wird der Druck am Arbeitsplatz als wesentlich höher eingestuft.

Eine weitere Studie zeigt, dass es bis zu 25 Minuten dauern kann, bis man nach eine Unterbrechung wieder in vollem Fokus an der Aufgabe weiter arbeiten kann.

Liest man diese beiden Studien erkennt man

  1. Wie viel negativer sich Unterbrechungen auf das allgemeine Befinden auswirken.
  2. Wie viel Zeit man auf der Strecke lässt, wenn man dauernd unterbrochen wird.

Jetzt kannst man sich natürlich überlegen, wie viel produktiver man sein könnte, wenn man die Unterbrechungen möglichst reduziert.

In einem weniger stressigen und generell positiven Arbeitsumfeld ist man per se produktiver. Einfach schon deswegen, weil man motivierter ist Vollgas zu geben.

Addiert man dann noch die gewonnene Zeit, die man im vollen Fokus arbeiten kann, erkennt man, wie viel schneller man eigentlich sein könnte.

Wie kann ich Unterbrechungen vermeiden?

Der einfachste Schritt den auch wirklich jeder umsetzen kann fängt bei dir selber an.

Jeder von uns trägt jeden Tag eine kleine Ablenkungsmaschine mit sich herum. Du ahnst sicher schon, ich spreche vom Smartphone.

You can always find a distraction if you’re looking for one.     

Tom Kite

So nützlich das Smartphone auch sein kann, es kann so viel wertvolle Zeit auffressen. Um die erste Ladung an Unterbrechungen los zu werden, gehe alle Apps deines Smartphones durch und deaktivieren die Benachrichtigungen. Du wirst sehen, dass du für fast keine deiner App wirklich die Benachrichtigungen benötigst.

Stelle die Notifications aller deiner Social Media Apps aus und lasse dich nicht über neue E-Mails benachrichtigen. Spiele, etc. sollten sowieso keine Berechtigung haben, dir Benachrichtigungen zu schicken.

Du wirst sehen, dass dir alleine dieser Schritte schon enorm weiterhelfen wird. Plötzlich wird dein Tag sehr ruhig werden und die kannst wieder selbst entscheiden, wann du deine E-Mails oder Likes checkst. Außerdem wirst du feststellen, dass 99.9% der Benachrichtigungen gar nicht sofort beantwortet werden müssen.

Als nächstes kannst du mit den Menschen aus deinem Umfeld über die lästigen Störung sprechen. Sage deinen Kollegen, Co-Workern oder Mitbewohnern, dass du zu gewissen Zeiten nicht gestört werden willst. Du kannst ihnen gerne auch die Zahlen aus den hier zitierten Studien präsentieren. Dann werden sie mit Sicherheit verstehen, warum du das willst.

Du kannst dir gerne auch Kopfhörer aufsetzen, selbst wenn du keine Musik hören willst. Alleine das tragen von Kopfhörern signalisiert deinen Mitmenschen, dass du nicht gestört werden willst. Es soll sogar gleich effektiv wie ein „Bitte nicht stören“ Schild sein.

Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass du jegliche Störungen loswerden wirst, aber du wirst sehen, dass du sie erheblich reduzieren kannst. Für die restlichen Störungen lege dir ein Blatt Papier und einen Stift bereit, dass du neue Aufgaben die herein kommen schnell aus deinem Kopf bringen und so schneller wieder zu deiner ursprünglichen Aufgabe zurückkommen kannst.


Markus Vieghofer

Markus ist Produkt Manager, Familienmensch, Sportbegeisterter, Genießer und vor allem Experte für Produktivität. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den Themen effektives und effizientes Arbeiten und weiß wie man stressfrei richtig viel erledigt bekommt. Er setzt dabei auf lang erprobte Methoden und das richtigen Mindset. Außerdem interessiert er sich dafür warum Methoden funktionieren und welche Psychologie hinter den vorgestellten Methoden steckt.